Sachbericht
Bau der Gesundheitsstation
Der Bau der Gesundheitsstation wurde im Juli 2002 begonnen und im März 2003 abgeschlossen. Die feierliche Eröffnung wurde am 07.02.2003 mit dem Regionaldirektor für Gesundheit, dem Bürgermeister von Samne und zahlreichen Gemeindemitgliedern gefeiert. Die Station wurde gesegnet, dem peruanischen Gesundheitsministerium übergeben und durch dieses am 26.03.2003 offiziell anerkannt.
Bei der Nivellierung des Geländes und den Gründungsarbeiten wurden unerwartet große Felsbrocken vorgefunden, die gesprengt werden mussten. Der Abtransport erforderte einen höheren Arbeitseinsatz als ursprünglich geplant. Zement, Kies und Sand wurden aus Trujillo herbeigeschafft. Regionale Behörden und Organisationen spendenten 320 Sack Zement und 50 Armierungseisen.
Die Einrichtung der Station und ihre Ausstattung mit Medikamenten und chirurgischem Gerät genügen den Richtlinien des peruanischen Gesundheitsministeriums.
Bau von Kochherden
In den Gemeinden Plazapampa, Cushmun, Pitajaya, Rayampampa, und Casmiche wurden 65 Kochherde gebaut. Das hilft, Atemwegserkrankungen und Verletzungsgefahren vorzubeugen, die bei der traditionell im einzigen Raum des Hauses betriebenen offenen Feuerstelle weit verbreitet sind. Cooperación y Desarrollo stellte Material und fachkundige Anleitung zur Verfügung, die begünstigten Familien mussten den Bau tatkräftig unterstützen und beim Bau der Gesundheitsstation mithelfen.
Anlage von Gemüsegärten
Viele Kinder leiden vor allem in den ersten Lebensjahren unter Mangel- bzw. Unterernärung, was gravierende Folgen für ihre Entwicklung hat. Cooperación y Desarrollo trägt zur Linderung dieses Problems durch den Bau von kleinen Gärten bei, in denen vitaminreiche Gemüsesorten und medizinische Kräuter angebaut werden. Im Projektverlauf wurden 10 Gärten in Schulen, Mütterclubs und den Institutionen angelegt, die das Programm "Vaso de leche" (Organisation von täglich einem Glas Milch für jedes Kind) unterstützen. Mitglieder der Müttergruppen und die Vorsteher von 6 Dorfgemeinden wurden im Anbau geschult. Sie sollen als Multiplikatoren fungieren und das erworbene Wissen in ihren Heimatgemeinden weitergeben. Zwei der geplanten Gärten konnten nicht angelegt werden, weil das notwendige Anbauland nicht gestellt werden konnte bzw. die Wasserversorgung nicht ausreichte.
Aufstellung von Erste-Hilfe-Schränken
Insgesamt 10 Schulen in den um Samne liegenden Dorfgemeinschaften wurden mit Erste-Hilfe-Schränken und Krankentragen ausgestattet, größere Schulen (mit mehr als 25 Schülern/-innen) zusätzlich mit einer Krankenliege. 21 Lehrerinnen und Lehrer wurden in der Gesundheitsstation in Erster Hilfe ausgebildet und erhielten Informationen über Kinderkrankheiten.
Erfreulicherweise sagte das peruanische Gesundheitsministerium verbindlich zu, die laufende Pflege und Bestückung der Erste-Hilfe-Schränke zu garantieren.
Ausbildung von Ersthelfern und Laienhebammen
In 3 Kursen bildeten Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen insgesamt 17 Bewohner der umliegenden Kleingemeinden zu Ersthelfern und Laienhebammen aus. Dabei konnte auf durch das Gesundheitsministerium bereitgestelltes didaktisches Material zurückgegriffen werden. Alle Teilnehmer erhielten eine Grundausstattung an Medikamenten. Im Anschluss an die Basiskurse fanden weiterhin monatliche Treffen zu Erfahrungsaustausch und Weiterbildung statt.
Information der Bevölkerung
Während 6 Monaten wurde in Radiosendungen über das Projekt berichtet. Etwa 1.000 Broschüren über Gesundheit, Hygiene und Ernährung wurden an die Bevölkerung verteilt.
Nachhaltigkeit
Das peruanische Gesundheitsministerium wird entsprechend der bereits im Vorfeld getroffenen Vereinbarung auf unbestimmte Zeit laufend eine Krankenschwester und 2 Schwesternhelferinnen in der Gesundheitsstation beschäftigen. Die Behörden garantieren auch die laufende Pflege und den Unterhalt der in den Schulen aufgestellten Erste-Hilfe-Schränke.
Fazit
Das Projekt traf in der Bevölkerung auf große Unterstützung. Alle geplanten Projektziele konnten realisiert werden.