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Standort

Calizal liegt etwa 25 km (1 Busstunde) nördlich von Lima entfernt. Hier leben etwa 115 Familien unter einfachsten Verhältnissen.

Der Ort AA.HH. Calizal liegt im Distrikt Carabayllo (Provinz Lima) an der Küste. Die Bevökerung des 2001 gegründeten Ortes ist vorwiegend andinischer Abstammung und kommt aus den Provinzen Hunacavelica und Ayacucho.

Es fehlt an einfacher Basis-Infrastruktur. Die Menschen wohnen in einfachsten Hütten und Häusern. Sie leben von Kleintierzucht und verdingen sich als Landarbeiter in den Baumwollfeldern und Blumenplantagen der Umgebung oder als Straßenverkäufer. Das durchschnittliche Monatseinkommen einer 5-köpfigen Familie liegt bei 150 € (Stand: 2006). Es gibt keine öffentliche Müllabfuhr; Müll muss in Eigeninitiative gesammelt und zu den Müll-Annahmestellen transportiert werden. Fließendes Wasser ist unbekannt; Trinkwasser wird regelmäßig per Tankwagen geliefert und in Plastiktonnen abgefüllt, die vor den Häusern stehen. Abwasser muss in Auffangbehältern gesammelt und in Abwassersilos entsorgt werden.

Produkt der Landflucht

Am Beispiel Calzal erkennt man die fatalen Folgen der Landflucht. Die Einwohner des Ortes kamen nach Lima, um in der großen Stadt Arbeit zu finden und ein besseres Leben zu haben. Leider sah die Realität anders aus. Die Familien sind hier "gestrandet" und finden sich nun am untersten Ende der sozialen Leiter wieder.