Sachbericht
Insgesamt wurden bis Ende 2004 während öffentlicher Veranstaltungen auf den Plazas de Armas (traditionelle Versammlungsplätze in den Zentren) von Julcán und Otuzco 80 Erste-Hilfe-Schränke und Krankenliegen offiziell übergeben. Über die Aktionen wurde in der lokalen Presse berichtet. 20 weitere der insgesamt 100 geplanten Schränke sind bereits gebaut und bestückt, diese sollen während des kommenden Projekts an die in dessen Einzugbereich liegenden Schulen in Pango (Otuzco) und Villa Maria (Julcán) überreicht werden.
Die Schränke sind mit verschiedenen Medikamenten, kleinerem medizinischem Gerät und einer Broschüre über Erste Hilfe ausgestattet. Zusätzlich wurden je Schrank eine hölzerne Krankenliege mit Matraze, Bezug, Decke und Kopfkissen übergeben.
Im Anschluss an bereits erfolgte Schulungen zum Gebrauch von Medikamenten fanden Folgeveranstaltungen statt, in denen Lehrpersonal und Eltern den korrekten Gebrauch der Erste-Hilfe-Schränke lernten. Die Kurse werden von Ärzten durchgeführt.
In den begünstigten Schulen wurden Verwaltungs-Komitees gegründet, die aus dem Schuldirektor, dem Präsidenten des Elternrates, jeweils einer kommunalen Autorität, einem Förderer des Gesundheitswesens und den Präsidentinnen der "Clubs der Mütter" der jeweiligen Kommunen bestehen.
Die Ausgabe von Medikamenten an Schulkinder erfolgt kostenlos.
Fazit
Schüler, Lehrpersonal und Eltern gehen verantwortungsvoll mit den Erste-Hilfe-Schränken um.
Das Projektziel wurde erreicht. Insgesamt 5.000 Schüler profitieren vom Projekt.
Unterstützung
Das Projekt fand keine finanzielle Unterstützung durch die Bürgermeister der Provinzen, deren Etats hoffnungslos überstrapaziert und ausgeschöpft sind. Die Schulämter der Provinzen Otuzco und Julcán sowie die Gesundheitsstationen unterstützen das Projekt logistisch. Die Schulungen wurden durch das peruanische Gesundheitsministerium unterstützt.
Probleme
Bei der Einrichtung des Dollarkontos zur Abrechnung des Projekts durch Cooperación y Desarrollo als juristische Person kam es zu Verzögerungen, weil zunächst neue Bestimmungen durch Vorlage von Nachweisen erfüllt werden mussten.
Folge
Neue Horizonte wird einen Fonds initiieren, aus dem die Wiederauffüllung der Erste-Hilfe-Schränke gewährleistet wird und dazu nach Feststellung des Bedarfs Medikamente im Wert von bis zu 500 USD nach Peru schicken. Es wird erwartet, dass Schulen und Eltern vor Ort dazu beitragen, dass der Fonds eine langfristige, nachhaltige Versorgung gewährleistet.
Quelle: Cooperación y Desarrollo, 10.09.04 und 15.01.05