Gemüseanbau
Ausgewogene Ernährung ist die beste Gesundheits-Prophylaxe, der Anbau von eigenem Gemüse in den Gemeinden ein wichtiger Schritt dazu.
Schlagworte: Gemüsegarten, Ernährung, Gesundheit, Selbsthilfe
Jeweils einige Familien betreiben gemeinsam einen Gemüseanbau. Kleine Gemüsegärten werden auch in den Schulen bewirtschaftet, damit schon die Kinder lernen, sich gesunder zu ernähren.
Je nach verfügbarem Platz wird mit dem Gespann gepflügt. Häufig muss aber in den Bergen terassenförmig angebaut werden. Dann kann der Boden nur mühsam mit dem inkaischen Grabstock bearbeitet werden.
In Schulungen lernen die Familien nicht nur, wie und zu welchen Jahreszeiten man welches Gemüse anbaut, sondern auch, wie wichtig es für eine gesunde Ernährung ist.
Man entdeckt heute auch viele schon zu Inkazeiten bekannte Heilkräuter wieder und baut diese an.
Die Erzeugnisse sollen selbst verzehrt werden. Ein bestimmter Anteil wird verkauft, um den Verkaufserlös in neues Saatgut zu reinvestieren - das hilft, die Nachhaltigkeit des Anbaus zu sichern.
Der Gemüseanbau allein sichert kein gesundes Leben. Gemüseanbau ist stets nur ein Bestandteil umfassender Projekte, in denen eine Gesundheitsstation, häufig auch Kochherde mit verbessertem Rauchabzug und Latrinen gebaut werden und die Information der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielt.
Gemüsegärten wurden schon innerhalb etlicher Projekte angelegt: In Pango 2007/8, Otuzco 2002, Chota 1999 und Numbral 1997.

Die Fotos stammen aus dem Projekt Pango und wurden im Januar 2008 aufgenommen.