Kampagnen
In den abgelegensten Regionen der Anden haben Menschen oft noch nie in ihrem Leben einen Arzt gesehen.
Etliche Gesundheitsprojekte beinhalten daher medizinische Kampagnen: Ein Team aus Arzt und Krankenschwester(n) begibt sich in weit entfernte und unwegsame Regionen, um dort Menschen zu untersuchen und ihnen bei kleinen gesundheitlichen Problemen zu helfen. Oft bestehen diese Probleme aus Unwissen über Zusammenhänge zwischen Hygiene, Ernährung und Gesundheit.
Die Kampagnen dienen auch dazu, einen ungefähren Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu erheben, um ggf. auf spezifische Erkrankungen reagieren zu können. Ein Beispiel sind Menschen in Gegenden, die ihr Wasser aus Flüssen nehmen, die zuvor durch Gebieten flossen, in denen Gold abgebaut wird. Solche Flüsse sind häufig durch Schwermetalle kontaminiert, die bei der Trennung von Edelmetallen aus Erzen eingesetzt und anschließend in die Gegend gekippt werden (In Sachen Umweltschutz und dessen Durchsetzung gegenüber den meist ausländischen Minenbesitzern ist Peru leider ein "Waisenkind", um es salopp auszudrücken). Hier müssen die Menschen besonders sensibilisiert werden.
Bei den Kampagnen wird auch auf die Gesundheitsstation hingewiesen, die allen offen steht.