Personal tools
You are here: Home Projektarbeit Pango 2007/8 Standort und Ausgangslage
Document Actions

Standort und Ausgangslage

Das Projekt wird in Pango Centro und den umliegenden 10 kleinen Gemeinden in der Provinz Otuzco durchgeführt. Pango liegt im Norden der peruanischen Anden auf einer Höhe zwischen 2.800 und 3.400 Metern. Die Bevölkerung lebt fast ausschließlich von der Landwirtschaft.

Pango liegt in in der Provinz Otuzco, Departement La Libertad. Pango Centro liegt in einer Höhe von 2.620 m über NN auf 7°51'8'' südlicher Breite und 78°33'22'' östlicher Länge und umfasst insgesamt 10 Ortschaften mit geschätzten 4.300 Einwohnern in 2004.

Die Mehrheit der Bevölkerung (80%) von Otuzco, zu der die Gemeinde Pango gehört, lebt im ländlichen Bereich (Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²). Die Bauern kultivieren Kartoffeln, Getreide, Obst und Gemüse. Der Umfang der Ernten ist abhängig vom Regenfall und dementsprechend unsicher. Die Bevölkerung leidet unter extremer Armut. Die Mehrheit der Familien (70%) lebt zusammen mit Haustieren auf wenigen Quadratmetern und verfügt weder über Strom, noch fließendes Wasser oder Kanalisation.

Die Analphabenrate ist groß (21%), bei Frauen (32%) höher als bei Männern (11%). Zwar existieren in Pango Centro Kindergärten und Grundschulen. Doch die schwierigen ökonomischen Verhältnisse zwingen Kinder oft dazu, die Familien arbeitsmäßig zu unterstützen und dann nicht mehr oder nur zeitweise in die Schule zu gehen.

Pango ist 20 km von der Stadt Otuzco entfernt, aber nur durch eine sehr schlecht befahrbare Schotterstraße erreichbar (1 Stunde Fahrzeit zzgl. 2-4 Stunden Fußweg).

Das nächste Krankenhaus liegt in Otuzco. In Pango wird eine "Gesundheitsstation" unter einfachsten und räumlich beengten Bedingungen in einem provisorischen Gemeindehaus betrieben, das nicht dem Gesundheitsministerium gehört. Dort arbeiten eine Krankenschwester und ein "Medizintechniker" (mit einem MTA vergleichbar). Ein Arzt besucht die Station 2-mal wöchentlich für jeweils 5 Stunden. Die Station verfügt nicht über sanitäre Anlagen und befindet sich in einem derart desolaten Zustand, dass sie nur noch aufgelöst werden kann. Es ist also notwendig, eine neue Basisgesundheitsstation in Pango zu bauen.

Die Bevölkerung leidet hauptsächlich an Infektionskrankheiten und Mangelernährung. Besonders häufig werden Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungsapparates diagnostiziert, vor allem bei Kindern unter 6 Jahren. Gründe sind Verabreichung von Ersatznahrung statt Muttermilch und Pseudokrupp in Folge fehlender Belüftung der heimischen Kochstellen (und dadurch permanente Reizung der Atemwege). Mangelernährung betrifft 12% der Bevölkerung der Stadt Otuzco, jedoch ist der Anteil in den Vorstadtgebieten sehr viel höher. Zudem leiden viele Kinder unter Mangel an Vitamin A und Eisen. Die häufigen Magen-Darm-Infektionen und parasitäre Erkrankungen werden durch mangelnde Hygiene, schlechte Trinkwasserversorgung und unzureichende Abwasserentsorgung verursacht.

Das peruanische Gesundheitsministerium verwaltet Gebiete, die nicht den politischen Gliederungen entsprechen müssen. Pango liegt für die Gesundheitsverwaltung in "Asociación Communidad local de Administration de Salud" (CLAS) Ramon Castilla.