Fortschritt
Die Arbeiten an der Gesundheitsstation machen gute Fortschritte. Unser Projektpartner Cooperación y Desarrollo ("CODE") rechnet mit der Fertigstellung des Rohbaus im Oktober 2007.
Die Bevölkerung ist hoch motiviert, beim Bau der Gesundheitsstation tatkräftig anzupacken. Allerdings erhält weder Kochherd noch Latrine, wer nicht mithilft. Dieses alte inkaische Prinzip der Gemeinschaftsarbeit ("minga") funktioniert auch heute gut.
Wegen der beschwerlichen Anreise aus Otuzco muss das Projekt-Personal in Pango wohnen. Dort ist es recht unwirtlich - weder Strom noch Wasser, keine Toiletten und karge Verpflegung bei nächtlichen Temperaturen am Gefrierpunkt. Die Quartiere müssen mit Flöhen und Ratten geteilt werden. Die Bevölkerung Pango's sieht das sehr positiv - macht es das Projektpersonal doch in ihren Augen glaubwürdiger, weil es nicht nur redet, sondern auch konsequent handelt.
Derzeit werden parallel zum Bau der Gesundheitsstation Kochherde und Latrinen gebaut. Die Schulungen von Ersthelfern und Laienhebammen haben begonnen, erste Gesundheitskampagnen sind angelaufen, die Kleintierzucht ist implementiert.
Schwierigkeiten
Die Anlaufschwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu finden, das bereit ist, auf dem Land zu arbeiten, sind überwunden.
Da das Personal am Projektort wohnt, fehlt in Otuzco Personal, das Materiallieferungen organisiert und Absprachen mit lokalen Autoritäten trifft. Eventuell kann im dortigen Büro von CODE eine Sekretärin für die Zeit Oktober 2007 bis März 2008 eingesetzt werden.
Die Transporte erweisen sich als wesentlich aufwändiger als geplant. Schon jetzt, nach nur 4 Monaten Projektlaufzeit, müssen die abgefahrenen Reifen des Geländewagens ausgetauscht werden.
Solche Schwierigkeiten sind in den Anden aber normal. CODE wird sie als Herausforderungen betrachten und meistern.
Die lokalen Autoritäte erweisen sich als führungsschwach. CODE will die Entscheidungsträger in den Gemeinden daher im Hinblick auf kommunale Leitungsaufgaben schulen.
Finanzen
Die Finanzierung des Projekts ist wegen des starken Euros trotz Inflation im Partnerland kein Problem. Auch die auf Grund öffentlicher Förderprogramme für privaten Wohnungsbau durch Verknappung teureren Baumaterialien heben die Projektkosten. Dennoch eingesparte Mittel können möglicherweise für weitere Projekt-Aktivitäten eingesetzt werden.
Fazit
Das Projekt ist sehr gut angelaufen.
Bildmaterial
Die anbei gezeigten Fotos sind stark verkleinert. Wir werden versuchen, besser auflösende Versionen aus Peru zu bekommen und diese dann hier veröffentlichen.