Spendensiegel des DZI

Warum unser Verein sich nicht mit einem solchen Siegel schmückt.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) verleiht gemeinnützigen Organisationen, die bestimmten Kriterien genügen, auf Antrag das DZI-Spendensiegel. Unser Verein besitzt kein solches Siegel, das seinen Inhabern zu besonderem Vertrauen seitens des Verbrauchers und damit zu erhöhten Spendeneinnahmen verhelfen soll.

Der Grund war bis vor einigen Jahren: Die Beantragung des Siegels kostete beim Erstantrag 1.500 € und anschließend jährlich 500 € zuzüglich 0,035% des jährlichen Spendenaufkommens (Quelle: de.wikipedia.org; das DZI veröffentlicht keine Preise). Nun kommt hinzu, dass unsere regelmäßigen laufenden Einnahmen die für die Beantragung des Siegels erforderliche Mindestgrenze von jährlich € 25.000 unterschreiten (während laufender Projekte haben wir natürlich höhere Einnahmen).

Unabhängig davon ist Vereinsarbeit transparenter, wie wir sie praktizieren: Wir veröffentlichen unsere Jahresrechnungen im Internet. So können Sie selbst feststellen, dass wir sparsam mit unseren Mitteln umgehen, keinen erhöhten Verwaltungsaufwand betreiben und uns selbst keine Gehälter zahlen, weil wir ehrenamtlich arbeiten. Dass wir steuerrechtliche Vorschriften beachten und Geldmittel nur für satzungsgemäße Zwecke verwenden, muss uns kein Institut bescheinigen – das ist ohnehin klar und unterliegt den Prüfungen durch unser Finanzamt, das Freistellungsbescheide (Bescheinigung der Gemeinnützigkeit) natürlich nicht verschenkt.

Wenn wir Spendenmittel für welche Siegel auch immer ausgeben würden, wäre das ganz bestimmt nicht im Sinne unserer Spender und schon gar nicht der peruanischen Menschen, die wir durch unsere Projekte unterstützen. Auch das Argument, ein Siegel sorge für so viel mehr Spendenaufkommen, dass wir trotz der Siegel-Kosten davon profitierten, mag uns nicht blenden – unsere Spendeneinnahmen gehören möglichst komplett in unsere Projekte und nicht in die Taschen hiesiger Organisationen, wie gut begründet deren Kostensätze auch sein mögen.

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