Gesundheitsstation

Kern unserer Projekte ist in den meisten Fällen eine Gesundheitsstation. Am Bau der Gesundheitsstation beteiligen sich stets die in deren Einzugsgebiet liegenden Gemeinden. Sie stellen Arbeitskräfte und Material, Transporte und nicht zuletzt das Grundstück, auf dem die Station erbaut wird. Hilfe zur Selbsthilfe – die tatkräftige Beteiligung der Bevölkerung ist auch wichtig, weil die Gemeinden eine Station so als „ihre Station“ annehmen.

Gesundheitsstation Pampas de San Juan Peru
Pampas de San Juan 2017

Da es in vielen ländlichen Gebieten weder Strom, noch fließendes Wasser oder eine Kanalisation gibt, werden die Stationen häufig mit einer Solaranlage und einem Wassertank auf dem Dach ausgestattet. Abwasser wird über eine (2-Kammer-)Sickergrube entsorgt.
Aus hygienischen Gründen sind die Böden der Behandlungsräume gefliest und die Wände gekachelt. Die Stationen verfügen typischerweise über ein Behandlungs- und Arztzimmer, eine kleine Apotheke, einen Kreißsaal mit Toilette, einen Raum für die Geburtsvorbereitung, Säuglings- und Patientenzimmer sowie Toiletten und Dusche.

Die fertige Gesundheitsstation bildet die Anlaufstelle für alle Fragen zur Gesundheit und ist Ausgangspunkt für Gesundheitsaufklärung, Mütterkurse, Gesundheitsstation Pampas de San Juan Peru Schulungen und medizinische Kampagnen.

Das peruanische Gesundheitsministerium übernimmt die Finanzierung des weiteren Betriebs der Stationen nach Projektende – vorausgesetzt, die Station wurde offiziell genehmigt und genügt den durchaus anspruchsvollen hygienischen Kriterien. Gemeinden, die eine Gesundheitsstation betreiben, können an staatlichen Hilfsprogrammen z.B. zur besseren Ernährung werdender Mütter teilnehmen.
Neue Horizonte hat bereits den Bau vieler Gesundheitsstationen finanziert, u.a.: