In Zeiten der Pandemie

Bei der feierlichen Eröffnungsfeier einer Gesundheitsstation

Wie Sie sicher in verschiedenen Nachrichtensendungen immer wieder hören und in der Presse lesen, trifft die Pandemie die Armen besonders hart. Seit März 2020 gilt in Peru der Ausnahmezustand. Die Schülerinnen und Schüler haben seit Beginn der Pandemie keinen Präsenzunterricht in der Schule. Es wird digitaler Unterricht angeboten. Doch wenn überhaupt, so sind die armen Familien allenfalls mit Handys ausgestattet, die aber nicht immer Empfang haben. Bildungsmäßig ist dieses Jahr für viele Kinder ein verlorenes Jahr. Vaticannews schreibt am 24. November 2020:

„Warnungen über die Langzeitfolgen der Schulschließungen gibt es längst von offizieller Stelle: Im Fall Perus hat am Freitag zum ‚Internationalen Tags der Kinderrechte‘ Ana Mendoza vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef erklärt, die zehn Monate Schulschließung im Jahr 2020 hätten den Kampf des Landes gegen Kinderarmut um zehn Jahre zurückgeworfen.[…] 1,2 Millionen mehr als zu Jahresbeginn, jetzt insgesamt 40 Prozent der Altersgruppe – seien nun von Armut betroffen, jedes zehnte Kind von extremer Armut. Man rechnet damit, dass insgesamt 500.000 Schülerinnen und Schüler in Peru wegen der überlangen Homeschooling-Phase ihre Bildungslaufbahn abbrechen werden; die Hälfte davon habe dies bereits getan.“

Quelle: Peru: Pandemie-Folgen für Mädchen verheerend – Vatican News

Wir fragen uns oft, wie es denen gehen mag, die hier auf dem Bild bei unserem letzten Besuch noch miteinander spielen und feiern konnten. Die Ausgangsbeschränkungen sind rigoros und verhindern, dass Kinder sich genug bewegen können.

Die beabsichtigten Kontaktbeschränkungen können von vielen Familien nicht eingehalten
werden, da sie gezwungen sind zu arbeiten, um nicht zu verhungern. FFP2-Masken sind nicht gratis und nur für Wohlhabende erschwinglich. In unseren Augen grotesk ist es,
wenn jemand aufgrund einer Coviderkrankung im Krankenhaus beatmet werden muss: er muss nämlich seine eigene (nicht gefüllte) Sauerstoffflasche mitbringen! Auch hier: nur für Reiche bezahlbar …

Warmi hat seit Beginn der Pandemie die Arbeit so gut wie es ging weitergeführt. Den
Kontakt zu den Menschen hat das Team per WhatsApp gehalten, so dass noch immer noch vieles realisierbar war und ist.

Hoffen wir auf ein baldiges Ende der Pandemie!

Michaela Salewsky-Heidel

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